Home | Zur Person | Alexander-Technik | balance-time® | Bilder | Kontakt | Links

"Die Alexander-Technik lehrt uns, wie wir mehr praktische Intelligenz in das bringen, was wir bereits tun."
Frank Pierce Jones

Über die F.M. Alexander-Technik

Gesundheit verlangt ein selbstverantwortliches Verhaltensmanagement.
Unsere Berufs- und Alltagswelt wird durch zahlreiche Gewohnheiten bestimmt, welche für eine angemessene Lebensgestaltung unumgänglich sind. Dennoch bringen viele unserer gewohnten Handlungs- und Bewegungsweisen eine deutliche Einbusse an Lebensqualität mit sich, erzeugen Unwohlsein, Verspannungen oder auch Schmerzen. Hier liegt der Ansatz zur Veränderung: Beim bewussten Weglassen von gesundheitsstörenden Gewohnheiten. Dadurch kommen Geist und Körper wieder verstärkt ins Gleichgewicht und wir können mit mehr Wohlbefinden, Lust und Effizienz den Alltag gestalten.

Veränderung beginnt im Kopf
Ein grosser Teil unserer Ermüdungserscheinungen, Verspannungen und Schmerzen müsste nicht sein – denn wir sind von Natur aus begabt, uns gut koordiniert und harmonisch zu bewegen.In unseren erlernten Verhaltensweisen haben sich jedoch viele nachteilige Gewohnheiten eingeschliffen. So gewöhnen wir uns im Laufe der Zeit an Fehlbelastungen und begrenzen damit – oft unbewusst – unsere geistige und physische Leistungsfähigkeit.

Die F.M. Alexander-Technik befähigt uns, Gewohnheitsmuster zu erkennen und zu entscheiden, ob wir sie verändern wollen. Sie gibt uns die Möglichkeit, jene Gewohnheiten wegzulassen, welche die Qualität unserer natürlichen Koordination beeinträchtigen. Dabei geht es nicht um das „richtige“ Verhalten, sondern um den bewussten, angemessenen Einsatz unserer Energie in unseren Aktivitäten. Die F.M. Alexander-Technik hilft uns, Denk- und Bewegungsabläufe effizienter zu gestalten und unsere Handlungsspielräume zu erweitern. Sie kann so Grundlage für jede geistige und körperliche Tätigkeit sein.

Für mehr Informationen: SVLAT, ATI

Wer war Frederick Matthias Alexander (1869-1955), der Begründer der AT?

Frederick Matthias Alexander wurde 1869 auf der australischen Insel Tasmanien geboren und starb 86jährig in London. Er war ein bekannter Shakespeare Rezitator und Schauspieler. Zunehmend befand er sich wegen seines Stimmverlusts vor einem gesundheitlichen und existentiellen Problem. Stimmschonung, diverse Behandlungen und Medikationen nützten nichts. So versuchte er sich selbst zu helfen und beschloss, sich und seine Handlungen systematisch zu beobachten.

F.M. AlexanderDabei entdeckte er grundlegende Zusammenhänge der Koordination des menschlichen Körpers, die weit über den eigentlichen Anlass seiner Stimmprobleme hinaus reichten.

Auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage entwickelte er im Laufe von etwa zehn Jahren seine Arbeitsmethode zur ganzheitlichen Schulung und Neuausrichtung von Denk- Bewegungs- und Handlungsmustern. Er schrieb vier Bücher über die positiven Einflüsse der F.M. Alexander-Technik auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen.

Die offensichtliche Wirksamkeit seiner Methode weckte das Interesse seiner Zeitgenossen und bestärkte ihn, seine Erkenntnisse an andere weiterzugeben. Er unterrichtete seine Technik und bildete darin die ersten Lehrer/innen aus. Seither wurde die Methode kontinuierlich verfeinert und unseren modernen Lebensverhältnissen angepasst. Die universell gültigen Prinzipien bleiben bis heute gültig und bestehen. Sie basieren auf der Überzeugung F.M. Alexanders, dass der Mensch als einheitlicher Organismus funktioniert, d.h. alle geistigen, seelischen und körperlichen Prozesse sind untrennbar miteinander verbunden. Diese Annahmen wurden durch neuere neurobiologische Forschungsergebnisse bestätigt.

Zahlreiche Theaterleute und Patient/innen, die ihm von aufgeschlossenen Ärzten überwiesen wurden, nahmen bei Alexander Unterricht. Zu seinem grossen Klient/innen- und Fördererkreis gehörten u.a. Schriftsteller wie Bernhard Shaw, Aldous Huxley und der amerikanische Philosoph und Pädagoge John Dewey. In seinem langen Leben unterrichtete Alexander zahlreiche Musiker/innen, Politiker und Staatsmänner.

Die Ergebnisse seiner empirischen Forschungen sind von Wissenschaftern wie R. Magnus, C.H. Sherrington und R.A. Dart bestätigt worden. 1973 hat N. Tinbergen anlässlich seiner Nobelpreisverleihung für Medizin und Physiologie die Hälfte seiner Dankensrede der Alexander-Technik gewidmet und auf deren Bedeutung hingewiesen. (Nikolaas Tinberg, 1973)

N. Tinbergen: 'Ethology and Stress Diseases', (1974); Science #1855; 20 - 7
http://www.selbst-gebrauch.de/druckversion_fl/texte_at_druck/pullmann_einfuehrung_druck.html